Essen am Ende des Lebens – das Hospiz hat eine neue Küche

Heute möchten wir voller Freude Auszüge aus diesem tollen Artikel von Sabine Schulz (Märkisches Medienhaus) zitieren:

Wenn uns ein naher Mensch, wie beispielsweise die Mutter oder die Großmutter, bei Kummer oder Krankheit mit ihrem liebevoll gekochten Pudding trösteten, dann hat dieser Pudding lebenslang einen besonderen Stellenwert für uns, so leiten Geschäftsführerin Gesine Höhn und André Hennemann, Pflegedienstleiter des Hospizes am Drachenkopf in Eberswalde, das Gespräch ein.

Nach 16 Jahren haben sie in der Erich-Mühsam-Straße 17 Ende April eine neue Küche eingebaut. Es gab viel mehr als nur Modernisierungsgründe dafür. Einen großen Dank an dieser Stelle an das Küchenstudio Krause in Finow, dass bei der Planung und Umsetzung auch auf Spendenbasis half, so Gesine Höhn, und erklärt: Es geht uns allen darum, auf die Speisen- und Getränkewünsche der Gäste des Hauses noch stärker einzugehen. Jeder darf Essen, wann er will.

Dem Thema Essen am Ende des Lebens gibt das Team um André Hennemann seit Jahren verstärkt Aufmerksamkeit. Auslöser dafür waren zwei Ehrenamtliche, die einmal im Monat kommen und kochen. Die Freundinnen Sylvia Hartmann und Sandra Müller boten dem Hospiz ihre Leistungen an. Die Idee hatte Sylvia Hartmann, die einmal in der Gastronomie tätig war. „Ich mochte es als Kind, wenn es durch ganze Haus duftete, weil Oma gekocht hatte“, so die Eberswalderin.

Die Frauen wurden im November 2020 als Ehrenamtlerinnen in Eberswalde auch von der Stadt ausgezeichnet. Sie wissen: Kleine, überschaubare Portionen sind wichtig, um den Appetit anzuregen. Frische Zutaten sind ein Muss und eine schöne Darreichung gehört einfach dazu. Gäste des Hospizes und Mitarbeitende freuen sich auf die monatliche Kocheinlage, bestätigt André Hennemann. Endlich kann auch wieder gemeinsam gegessen werden.

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