Sie leiden an einer schweren, lebenszeitbegrenzenden Krankheit, oder sind Angehöriger, Arzt oder ein guter Freund eines schwerkranken Menschen? Dann finden Sie hier Antworten auf die Fragen rund um eine Hospizaufnahme.


Eine Aufnahme in ein stationäres Hospiz kommt in der Regel nur bei folgenden Krankheitsbildern in Betracht:

  • Fortgeschrittene Krebserkrankung
  • Erkrankung des Nervensystems mit unaufhaltsam fortschreitenden Lähmungen
  • Endzustand einer chronischen Nieren-, Herz-, Verdauungstrakt- oder Lungenerkrankung
  • Vollbild der Infektionserkrankung AIDS.


Darüber hinaus müssen folgende Kriterien erfüllt sein:

  • Als pflegende Angehöriger kommen Sie an die Grenzen Ihrer Belastbarkeit
  • Zu Hause liegen nicht mehr behandelbare Symptome vor
  • Nach einem Krankenhausaufenthalt können Sie nicht mehr in Ihre Wohnung zurückkehren, weil Sie alleinstehend sind oder Ihre Angehörigen nicht mehr in der Lage sind, Sie zu betreuen
  • Sie sind  alleinstehend und können durch ambulante Dienste nicht ausreichend versorgt werden.

Eine Hospizaufnahme muss bei der jeweiligen Krankenkasse beantragt werden. Ein ärztliches Gutachten (Hospizbestätigungsbogen) muss dem Hospizaufnahmeantrag beigefügt werden.
Über die Aufnahme entscheidet neben der Hospizleitung auch der MDK gemäß den Aufnahmekriterien des §39a SGB V. Nach Möglichkeit werden Sie vorher besucht und auch die Sie betreuenden Personen sollten in das Gespräch mit einbezogen werden. Auch eine Hospizbesichtigung mit einem Beratungsgespräch ist vorher möglich.  

Es ist selbstverständlich, dass die Dienste des Hospizes unabhängig von Geschlecht, Glauben, ethnischer Zugehörigkeit, politischer Anschauung, Einkommen und Vermögen des Patienten angeboten werden.